Tierseuchenrechtliche Vorschriften über die Einfuhr von Haustieren aus Drittländern in die Europäische Union

Hunde, Katzen und Frettchen

Folgende Punkte sind bei der Einfuhr der oben genannten Tiere in die Europäische Union zu beachten: 

-  Die Tiere müssen älter als drei Monate sein

-  Tollwutimpfung

-  Von einem amtlichen Tierarzt ausgestellte Gesundheitsbescheinigung nach EU-einheitlichen Muster.

Seit dem 01.01.2012 gelten folgende Muster: 

Muster I (bei Einreise unbegleiteter Tiere und begleiteter Einreise von mehr als fünf Tieren) [pdf, 582.55k]  

Muster II (bei begleiteter Einreise von bis zu fünf Tieren) [pdf, 555.04k]

Zusätzlich sind weitere Belegdokumente mitzuführen (Impfausweis, Nachweis über Blutuntersuchung, etc.)

-  Kennzeichnung des Tieres durch Tätowierung oder Transponder, wobei seit 03.07.2012 nur noch die Neukennzeichnung mit Transponder anerkannt wird

-  Aufgrund der Tollwutsituation in Israel muss vor Einreise in die EU zusätzlich eine Blutuntersuchung auf Antikörper gegen die Tollwut nachgewiesen werden. Diese muss mindestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung und mindestens drei Monate vor Einreise erfolgen. Die Untersuchung muss in einem von der Europäischen Kommission zugelassenen Labor vorgenommmen werden. In Israel erfüllt bisher nur ein Labor, das Rabies Laboratory/Kimron Veterinary Institute in Bet Dagan, diese Anforderungen. 

Details und weitere Informationen z.B. zu Flughafentransit mit Tieren, entnehmen Sie dem folgenden Merkblatt. Bitte lesen Sie dieses rechtzeitig vor der geplanten Reise genau durch. 

Merkblatt I [pdf, 44.86k]  

Informationen zu Reisen mit Heimvögeln und anderen Haustieren entnehmen Sie den folgenden Merkblättern. 

Merkblatt II - Heimvögel [pdf, 217.33k]

Merkblatt III - Andere Haustiere [pdf, 181.77k]

Worauf muss ich achten, wenn ich mit meinem Haustier (Hund, Katze oder Frettchen) nach einem Auslandsurlaub wieder nach Deutschland komme?

Neben den allgemeinen zollrechtlichen Vorschriften sind bei der (Wieder-) Einfuhr von lebenden Tieren umfangreiche Regelungen aus dem Bereich des Veterinärrechtes zu beachten. Darin sind aber auch Erleichterungen vorgesehen, z.B. für private Haustiere.

Die Bedingungen für die erleichterte (Wieder-) Einfuhr von bis zu fünf Hunden, Katzen oder Frettchen im privaten Reiseverkehr oder bei einem privaten Wohnsitzwechsel sind Folgende:

Die Tiere müssen ordnungsgemäß gegen Tollwut geimpft, mit einem Mikrochip oder mit einer lesbaren Tätowierung eindeutig gekennzeichnet sowie von einem EU-Heimtierausweis - übergangsweise auch vom bisherigen Impfausweis - begleitet sein, in dem die Mikrochipnummer oder die Tätowierung eingetragen sind. Zusätzlich sind Impfpapiere sowie gegebenenfalls der Befund des Bluttests mitzuführen. Reisen Sie in ein Drittland, in dem Tollwut vorkommt oder dessen Seuchenstatus unbekannt ist - wie z.B. Israel - so muss vor der Ausreise ein Bluttest (Tollwutantikörpertest) in einem EG-zugelassenen Labor durchgeführt werden.

In Zweifelsfällen wird die Zollstelle an der Grenze den zuständigen Veterinär einschalten, der dann über die Freigabe der Tiere bzw. andere Maßnahmen entscheidet. Bitte beachten Sie, dass andere Länder zwar ähnliche Regelungen haben, dass Sie sich aber dennoch vor einer Auslandsreise im Reiseland nach den dort gültigen Bedingungen erkundigen sollten.

Ich möchte mir ein Haustier (Hund, Katze oder Frettchen) aus einem Land, das nicht zur Europäischen Gemeinschaft (EG) gehört, mitbringen. Was muss ich bei der Einreise beachten?

Für Drittländer gelten weiterhin deren eigene länderspezifisch unterschiedliche Bestimmungen, die für die Einreise erfüllt werden müssen. Notwendige amtstierärztliche Gesundheits- und Impfbescheinigungen sowie Transportzeugnisse werden vom Veterinäramt ausgestellt.

Die EU hat eine Liste von Drittländern (z.B. Schweiz, Norwegen) erstellt, bei denen der Tollwut-Status dem der EU entspricht. Bei der Wieder-Einreise ihres Haustiers aus einem dieser gelisteten Länder in die EU gelten somit gleiche
Regeln wie für innergemeinschaftliches Reisen.

Bei der Wieder-Einreise aus einem nicht gelisteten Drittland (wie Israel) in die EU muss jedes Haustier

- mit einem Mikrochip oder mit einer lesbaren Tätowierung eindeutig gekennzeichnet sein,

- eine ordnungsgemäße Tollwutschutzimpfung haben,

- von einer amtlichen Veterinärbescheinigung begleitet sein, in dem die Mikrochipnummer oder die Tätowierung eingetragen sind. Zusätzlich sind Impfpapiere sowie ggf. der Befund eines Bluttests mitzuführen.

Bei Reisen aus einem Drittland, in dem Tollwut vorkommt oder dessen Seuchenstatus unbekannt ist (wie Israel)

- muss im betreffenden Land vor der Ausreise ein Bluttest (Tollwutantikörpertest) in einem EG-zugelassenen Labor durchgeführt werden,

- muss vom Zeitpunkt des Bluttests bis zur Einreise eine Wartefrist von drei Monaten eingehalten werden.

Liste der zugelassenen Labors

Aufgrund aller einzuhaltenden Wartezeiten (für Impfung und Bluttest) können aus diesen Ländern stammende Hunde, Katzen und Frettchen die tierseuchenrechtlichen Einreisebedingungen im Rahmen des Reiseverkehrs frühestens im Alter von sieben Monaten erfüllen.

Bitte beachten Sie außerdem, dass:

- diese Vorschriften auch für die Mitnahme von gefundenen Tieren gelten (Strandhund/Hotelkatze),

- nicht mehr als fünf Tiere mitgeführt werden dürfen.

Bei der Einreise mit Tieren, für die die oben angeführten Anforderungen nicht erfüllt sind, muss damit gerechnet werden, dass die Tiere an der ersten Grenze der EG kostenpflichtig vom Amtstierarzt entweder ins Herkunftsland zurückgeschickt, für mehrere Monate in Quarantäne genommen oder unter Umständen auch die Tötung der Tiere angeordnet werden kann.

Weiterführende Informationen über die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen erhalten Sie beim Tierarzt, beim zuständigen Amtstierarzt oder auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema "Reisen mit Haustieren".

Einfuhr von Hunden

Bei der Einfuhr von Hunden ist außerdem das Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland zu beachten.

Nach diesem Gesetz dürfen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden nicht nach Deutschland eingeführt oder verbracht werden. Das Verbot gilt auch für weitere Rassen, für die nach den Vorschriften des Bundeslandes in dem der Hund ständig gehalten wird, eine Gefährdung vermutet wird. Weitere Informationen dazu kann Ihnen das für Ihren Wohnsitz zuständige Ordnungsamt erteilen.

Folgende Hunde sind von dem Einfuhr- und Verbringungsverbot ausgenommen:

- Gefährliche Hunde, welche von Personen mitgeführt werden, die sich bis zu vier Wochen in Deutschland aufhalten (dies betrifft insbesondere den Touristenverkehr),

- Gefährliche Hunde aus dem in Deutschland zurzeit vorhandenen Bestand, die aus dem Ausland wieder eingeführt/verbracht werden,

- Dienst- und Behindertenbegleithunde,

soweit die Hundehalter über die zur Überprüfung der Tiere erforderlichen Papiere verfügen (z.B. Abstammungsnachweis, Impfpass, Wesenstestbescheinigung, sonstige Bescheinigungen des zuständigen Ordnungsamtes).

www.zoll.de

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