Anspruchseinbürgerung nach Art. 116 Abs. 2 Grundgesetz

Anspruch auf Einbürgerung für frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30.01.1933 und dem 08.05.1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen wurde, und deren Abkömmlinge.

Besondere Vorschriften gelten für die Verfolgten des Nazi-Regimes, denen die deutsche Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen zwischen dem 30.01.1933 und dem 08.05.1945 entzogen wurde. Diese Personen und deren Abkömmlinge haben unter Umständen einen Anspruch auf Einbürgerung. Sofern Sie zu diesem Personenkreis gehören, lesen Sie bitte das Merkblatt des Bundesverwaltungsamts zur Anspruchseinbürgerung.

Im Falle einer Einbürgerung nach Art. 116 II GG ist das Ablegen des bundeseinheitlichen Einbürgerungstests nicht erforderlich.

Merkblatt des Bundesverwaltungsamts zur Anspruchseinbürgerung [pdf, 30.65k]

Jeder Abkömmling hat einen eigenen Rechtsanspruch und kann diesen geltend machen. So kann z.B. ein Enkel die (Wieder-)Einbürgerung beantragen, ohne daß der Vater/Mutter und/oder der Großvater/Großmutter die Einbürgerung beantragt hat.

Vorgehensweise

Wenn Sie Ihren Fall prüfen lassen wollen, senden Sie bitte unten stehenden Fragebogen per E-Mail an die Botschaft. Stellen Sie sicher, dass die benötigten Unterlagen (Passkopie, Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit der Vorfahren) beigefügt sind. Die Botschaft wird Ihren Fall prüfen und Sie anschließend über die Möglichkeiten einer Wiedereinbürgerung und die weitere Vorgehensweise informieren. Hierzu erhalten Sie einen Brief innerhalb der nächsten drei Wochen.

Anfangsformular zur Staatsangehörigkeitsprüfung (Englisch) [pdf, 286.13k]

Die für Ihren Einbürgerungsantrag zuständige deutsche Behörde ist das Bundesverwaltungsamt in Köln:

www.bundesverwaltungsamt.de

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass ein deutscher Reisepass nur an deutsche Staatsangehörige ausgestellt werden kann. Ein Antrag auf Ausstellung eines deutschen Reisepasses kann folglich erst dann gestellt werden, wenn Sie Ihre Einbürgerungsurkunde erhalten haben oder Ihre deutsche Staatsangehörigkeit festgestellt wurde.

Disclaimer

Wir haben die auf dieser Website enthaltenen Informationen mit größter Sorgfalt für Sie zusammengestellt. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Aktualität keine Gewähr übernehmen können.

Ehemalige Staatsangehörige

Deutsche Flagge

Art. 116 Grundgesetz

(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.

(2) Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Abkömmlinge sind auf Antrag wieder einzubürgern. Sie gelten als nicht ausgebürgert, sofern sie nach dem 8. Mai 1945 ihren Wohnsitz in Deutschland genommen haben und nicht einen entgegengesetzten Willen zum Ausdruck gebracht haben.

Fragebogen zur Deutschen Staatsangehörigkeit

Sie vermuten, dass Sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Füllen Sie das anliegende Formular aus und wenden sich an die Deutsche Botschaft.

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