Campus Deutschland: Zehn Fragen - zehn Antworten

Wer sich für ein Studium in Deutschland interessiert, hat viele Fragen. Die zehn wichtigsten beantworten wir hier.

Wie und wo kann ich mich vor dem Start informieren?

Das Internetangebot des DAAD unter www.study-in.de ist die ­ers­te Adresse für alle, die mehr über den Studienstandort Deutschland wissen möchten. Auf der Website des DAAD finden sich darüber hinaus ausführliche Informationen über Studienprogramme, Universitäten, Sprachvoraussetzungen, Stipendien und Kosten.

Das Deutsche Studentenwerk bietet auf der Seite www.internatio­nale-studierende.de viele nützliche Infos, zum Beispiel im ­Kapitel "Fragen zur Vorbereitung". Unter www.research-in-germany.de/faq beantwortet Research in Germany, das Dachportal der deutschen Forschung, viele Fragen.

study-in.de

DAAD-Homepage

Studiengänge-Datenbanken des DAAD

Deutsches Studentenwerk

Research in Germany (Englisch)

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Alle internationalen Studienbewerber müssen eine Zulassung beantragen – egal, ob sie sich für ein Bachelor- oder Master-Programm interessieren oder in Deutschland promovieren wollen. Ganz wichtig ist, dass Schulabschlüsse oder – bei Graduierten und Doktoranden – bereits erbrachte Studienleis­tungen als gleichwertig anerkannt werden. Ob ein Zeugnis anerkannt wird, kann man schon vorab über die DAAD Admission data base oder www.anabin.de prüfen.

Die israelische Te'udat Bagrut wird von deutschen Universitäten dann anerkannt, wenn der Abschluss mindestens drei Punkte (Nekudot) Mathematik, vier Englisch und vier in einem weiteren Fach enthält.

Für Absolventen, die ihren Schulabschluss in Drittstaaten, wie der Ukraine, Georgien oder Chile erworben haben, gelten andere Regeln, je nachdem, wo sie ihren Abschluss erworben haben. In diesen Fällen spielt es auch eine Rolle, ob ein erster Universitätsabschluss aus Israel vorliegt oder ein oder zwei Studienjahre in Israel absolviert wurden.

Deutsche Universitäten sind in ihrer Entscheidung darüber, ob und wie sie Schul- oder Universitätsnoten anerkennen, autonom. Üblicherweise werden akademische Grade anerkannt. Die Universitäten können jedoch zusätzliche Bedingungen oder die Belegung weiterer Kurse einfordern. Auskunft gibt die jeweilige Beratungsstelle für ausländische Studierende der betroffenen Universität.

Für Bewerber, die auch eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, gelten besondere Richtlinien, die Sie gegebenenfalls beim Beratungsgespräch klären sollten.

In vielen Studiengängen ist ­außerdem der Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse ­erforderlich. Für die internationalen Studienprogramme müssen stattdessen wiederum meist gute Englischkenntnisse nachgewiesen werden.

Wer in Deutschland promo­vieren möchte, braucht auf jeden Fall einen sehr guten, in Deutschland anerkannten Hochschulabschluss, der im Allgemeinen dem Master entspricht. Für besonders qualifizierte internationale Bewerber gibt es aber auch mit Bachelor-Abschluss die Chance auf einen Zugang zu einem Promotionsprogramm ("Fast-Track-Programme"). Voraussetzung ist hier meist eine Prüfung.

Wichtig ist, sich rechtzeitig über die genauen Zulassungsbedingungen der Wunschhochschule zu informieren.

DAAD-Zulassungsdatenbank

Informationssystem zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse

Wie bewerbe ich mich?

Früher konnten sich internationale Interessenten nur direkt bei den Hochschulen bewerben. Für einige Hochschulen erleichtert www.uni-assist.de gegen Gebühr die Bewerbung. Bei der Mehrzahl der Universitäten müssen sich israelische Bewerber allerdings weiterhin direkt bewerben. Für einige Fächer wie Medizin oder Pharmazie müssen sich EU-Ausländer zentral bewerben, siehe www.hochschulstart.de. Die Verfahren für Doktoranden unterscheiden sich von Programm zu Programm. Auf den Websiten der DFG, Max-Planck-Gesellschaft und Helmholtz-gesellschaft finden sich Infomationen zu Graduiertenschulen und -kollegs.

www.inobis.de

uni-assist

hochschul-START (für EU-Bürger)

DFG-Graduiertenkollegs

Max-Planck-Gesellschaft

Helmholtz-Graduiertenschulen

Brauche ich ein Visum?

Studierende aus Ländern der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum sowie einigen weiteren Ländern können ohne Visum einreisen. Alle anderen internationalen Studierenden benötigen in der Regel ein Visum oder eine Aufenthaltsgenehmigung. Wer noch keine Zulassung zum Studium hat, aber sich in Deutschland vorab informieren will, kann über die deutschen Auslandsvertretungen ein Studienbewerbervisum beantragen. Ein Touristenvisum kann später nicht in ein Visum zu Studienzwecken umgewandelt werden.

Welche Unterlagen muss ich für ein Visum zum Studium oder Sprachkurs in Deutschland vorlegen?

Welche Termine muss ich beachten?

Das Studienjahr teilt sich in Deutschland in zwei akademische Halbjahre: Studienbeginn ist jeweils zum Sommer- oder Wintersemester. Das Sommersemester dauert von April bis September an den Universitäten und von März bis August an den Fachhochschulen. Das Wintersemester von Oktober bis März (Universität) bezie­hungsweise September bis Februar (Fachhochschule). Bewerbungsschluss bei den Hochschulen ist meistens am 15. Januar und am 15. Juli (Termine können variieren).

Weitere Informationen beim Deutschen Studentenwerk

Was kostet das Studium in Deutschland?

In den meisten Bundesländern ist das Studium gebührenfrei (bis auf geringe Semesterbeiträ­ge). Derzeit fünf Bundesländer erheben – im Vergleich mo­de­rate – Studiengebühren von ­etwa 500 Euro pro Semester.

Studie­rende aus visum­pflich­tigen Nicht-EU-Ländern müssen nachweisen, dass sie über rund 8000 Euro im Jahr verfügen. Dieser Finanzierungsnachweis soll sicherstellen, dass sie ihr Studium aus eigener Kraft be­zah­len können. Doch diese Summe genügt meist noch nicht, um alle Kos­ten zu de­cken. Studierende in Deutschland verfügen monatlich im Schnitt über 812 Euro.

Die Lebenshaltungskosten sind in kleineren Städten meistens deutlich niedriger als in den großen Städten – eine Aus­nah­me ist dabei allerdings die Hauptstadt Berlin. Finan­zielle Planungssicherheit für Studienanfänger aus dem Aus­land geben spezielle Service­pakete, die viele Studenten­wer­ke anbieten. Für einen Fixpreis erhalten Studierende Unter­kunft, Verpflegung und Kran­ken­versiche­rungs­schutz. Manch­mal sind auch Freizeit­angebote inbegriffen. Die Ser­vicepakete kann man schon vom Heimatland aus buchen. Die Kosten liegen etwa zwi­schen 160 und 360 Euro.

Für Doktoranden in einem strukturierten Promotions­pro­gramm wird finanziell meist gesorgt: Pro­mo­vierende an den Graduiertenkollegs und -schulen oder an den Research Schools der außeruniversitären For­schungs­institute arbeiten meist entweder als wissenschaft­liche Mitarbeiter an einem For­schungs­projekt oder erhalten ein Stipendium.

Weitere Informationen beim DAAD

Wie kann ich das Studium finanzieren?

Die meisten Studierenden in Deutschland verdienen etwas nebenher. Auch ausländische Studierende dürfen in Deutsch­land arbeiten. Für Nicht-EU-Bürger und Studierende aus einigen neuen EU-Mitglieds­staaten gelten jedoch Einschrän­­kungen.

Im Vergleich zu Israel gibt es in Deutschland weniger Stipendienprogramme, da nicht alle Universitäten überhaupt Studiengebühren erheben. Größter Stipendiengeber für internationale Nachwuchsaka­demiker (meist für Doktoran­den, aber zunehmend auch für Master-Studierende) ist der DAAD mit seinem vielfältigen Stipendienprogramm. Aber auch zahlreiche deutsche Stif­tungen fördern den akademi­schen Nachwuchs. Hier lohnt sich eine intensive Recherche besonders.

DAAD funding-guide

Begabtenförderung: Stipendium Plus

Stipendienlotse: Die Stipendien-Datenbank des BMBF

Wo soll ich wohnen?

Viele Studierende in Deutschland wohnen am liebs­ten in einer WG – in einer Wohngemeinschaft, in der sich mehrere Studierende eine private Wohnung teilen. Auch Studentenwohnheime stehen weit oben auf der Beliebtheitsskala. Sie liegen meistens in der Umgebung der Hochschule und die Zimmer sind recht preiswert (rund 200 Euro im Monat). Die Plätze werden über die Studentenwerke der jeweiligen Hochschulen vermittelt. Man sollte sich also rechtzeitig um ein Zimmer kümmern.

Wer lieber alleine in einer privaten Wohnung leben möchte, muss mindestens mit 300 Euro Miete im Monat rechnen. In klei­ne­ren Städten lässt sich in der Regel leichter eine erschwingliche Unterkunft finden als in großen Universitätsstädten wie München, Köln oder Hamburg.

Weitere Informationen beim Deutschen Studentenwerk

www.wg-gesucht.de

Wie wichtig ist Deutsch?

Auch wer für einen internationalen Studiengang keine deutschen Sprachkenntnisse nachweisen muss, sollte Deutsch lernen: Im Alltag ist es einfach wichtig und man fühlt sich sonst von vielem ausgeschlossen – obwohl viele Deutsche gut Englisch sprechen. Wer für seinen Studiengang Deutschkenntnisse nachweisen muss, kann zum Beispiel den Test "Deutsch als Fremdsprache" oder eine Sprachprüfung an einem der Goethe-Institute ablegen. Viele Hochschulen bieten auch in Sommerkursen Deutsch als Fremdsprache an.

Selbst deutsche Staatsangehörge, die zweisprachig aufgewachsen sind und die Grund- oder Teile der Sekundarschule in Deutschland absolviert haben, müssen einen Deutschtest vorlegen. Nur wer eine weiterführende Schule in Deutschland, Österreich, Liechtenstein oder der Schweiz abgeschlossen hat, also einen Sekundarschulabschluss einer Schule aus einem dieser Länder nachweisen kann - oder einer Deutschen Sekundarschule im Ausland - muss keinen Test vorlegen.

Um für einen in Deutsch unterrichteten Studiengang akzeptiert zu werden, muss eine Sprachprüfung auf C1-Niveau abgelegt werden - in der Regel TestDaF (Test Deutsch als Fremdsprache) oder DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang). Während die meisten Universitäten individuelle DSH-Tests anbieten, ist der TestDaF ein standardisierter Test ähnlich dem englischen TOEFL, den man weltweit, also auch in Israel, ablegen kann. Man muss mit rund 700 Unterrichtsstunden rechnen (7 Monate Intensivkurs von 4-5 Stunden täglich), um die Tests bestehen zu können. Die darüber hinaus gehenden kleinen und großen Sprachdiplome des Goethe-Instituts gelten ebenfalls als ausreichender Nachweis.

Termine, Testbeispiele etc. zum TestDaF

DAAD-Sommerkurse

Die beste Möglichkeit in Israel Deutsch zu lernen bieten die Goethe-Institute in Tel Aviv und Jerusalem.

Goethe-Institut Tel Aviv

Goethe-Institut Jerusalem

Wer in Deutschland Deutsch lernen oder bestehende Deutschkenntnisse vertiefen möchte kann dies in einem der zahlreichen Goethe-Institute oder bei privaten Schulen tun. Informationen zu privaten Schulen findet man in der Regel auf den Websiten der jeweiligen Städte. In ganz Deutschland gibt es darüber hinaus die aus den öffentlichen Haushalten finanzierten Volkshochschulen (VHS).

Goethe-Institut

Volkshochschule

Deutschland bietet auch eine wachsende Anzahl von Studienprogrammen, die auf Englisch unterrichtet werden. Hierfür ist in der Regel ein TOEFL oder IELTS Testergebnis auf hohem Niveau erforderlich. Die Deutsch-Sprachprüfung entfällt damit für Programme, die vollständig auf Englisch unterrichtet werden. Gemischt-sprachliche Programme haben nach Organisation sehr unterschiedliche Spracherfordernisse.

Wer hilft mir weiter?

Siehe Frage 1. Außerdem sind die "Akademischen Auslandsämter" oder "International Offices" der jeweiligen Hochschulen wichtige Anlaufstellen für internationale Studierende. Sie wissen alles über die Bewerbungsmodalitäten an ihrer Hochschule und helfen auch in Alltagsfragen weiter. Mit anderen Studierenden kann man leicht über die Plattform "studivz" in Kontakt treten. "all-students.de" bietet Infos von Studierenden für Studierende. Auch das Internetportal "young-germany" bietet jede Menge Infos über Deutschland.

Akademisches Auslandsamt

www.studivz.net

www.all-students.de

www.young-germany.de

Zehn Fragen

Noch Fragen?

Wir helfen weiter:

Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Tel Aviv

DAAD-Lektorin an der Hebräischen Universität in Jerusalem

Organization
Anette Dressel
DAAD-Lektorin an der Hebräischen Universität in Jerusalem
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Bitte schicken Sie Ihre email in Deutsch oder Englisch.

DAAD-Lektor an der Universität Haifa/Studienberatung am Goethe Institut Tel Aviv

Achtung: Für Studienberatung im Goethe-Institut Tel Aviv bitte unbedingt vorher per email einen Termin vereinbaren! Bitte schicken Sie Ihre email in Deutsch oder Englisch.

Organization
Winfried Schumacher
DAAD-Lektor an der Universität Haifa/Studienberatung am Goethe Institut Tel Aviv

Studieren in Deutschland

Study-in.de ist ein Portal, das Informationen zum Studium in Deutschland anbietet: Suchmaschinen für Universitäten, Ratschläge zum Leben in Deutschland und vieles mehr.

www.study-in.de

Hochschulranking

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Das Centrum für Hochschul-Entwicklung (CHE) erstellt jährlich ein umfassendes Ranking deutschsprachiger Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien. Website des CHE

Stipendiendatenbank

Deutscher Akademischer Austausch Dienst

Die Stipendien-Datenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes liefert einen Überblick über die Förderangebote des DAAD und über Angebote anderer Förderorganisationen für einen Studienaufenthalt in Deutschland. Datenbank

Studentenvisa

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Deutschlands dienstältestes Studentenmagazin: Unicum

Titel des Unicum-Magazins

Unicum gehört zum Hochschulalltag wie Mensa und Prüfungsangst. Fast jeder Student hat das Heft mit dem roten Schriftzug schon einmal in den Händen gehalten. Die Lektüre des kostenlosen Magazins zahlt sich aus: Unicum berichtet seit 25 Jahren über alles, was Studierende bewegt.