Die dritte industrielle Revolution

Ein Riesen-Offshore-Windpark in der Nordsee, ein großes Geothermie-Kraftwerk bei Hannover und ein Milliarden-Projekt für Solarstrom aus der Wüste. Deutschland begegnet den Herausforderungen des Klimawandels mit grüner High-Tech im großen Stil.

Deutschland surft auf der grünen Welle: Die Umweltindustrie wird bis zum Jahr 2020 die wichtigste Branche sein und damit der Jobmotor des Landes. Der Umsatz der globalen Umweltindustrie wird sich bis zum Jahr 2020 mehr als verdoppeln, auf dann 3100 Milliarden Euro. Und Deutschland marschiert dank seiner grünen Champions vorne weg. Geschäfte mit Sonne, Wind und Wasser sind schon heute ein Exportschlager. 

Deutsche Firmen gehören zu den technologischen Vorreitern weltweit. Ihr Weltmarktanteil in den Zukunftsbranchen Photovoltaik, Solarthermie, Wind- und Wasserkraft liegt zwischen 21 und 35 Prozent. Unter den Biogasherstellern dominiert Deutschland den Markt, „90 Prozent der Anlagen werden hierzulande hergestellt“, sagt Unternehmensberater Torsten Henzelmann. 14 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden im Jahr 2020 auf das Konto der neuen Boombranche gehen. 2,2 Millionen Menschen werden in einem Jahrzehnt dort Arbeit finden – im Moment ist die Zahl mit 1,1 Millionen Arbeitsplätzen gerade halb so hoch.


"Die Umwelttechnik ist eines der Lieblingskinder der Politik und wird entsprechend unterstützt“, sagt Henzelmann. Den Zeitgeist im Rücken, konnten sich deutsche Ingenieurstudenden entfalten und ihre Meisterschaft in einer Reihe von Bereichen beweisen: erneuerbare Energien, Rohstoff- und Materialeffizienz, nachhaltige Mobilität, ökologische Wasserwirtschaft, Entsorgung von Abfällen. Stets spielt grüne Technologie „made in Germany“ vorne mit.

Georg Meck

Quelle: www.magazine-deutschland.de