Auswärtiges Amt zur Ermordung von Israelis und zur Gewalt in Ost-Jerusalem und im Westjordanland

24. Juli 2017

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte zur Ermordung von drei israelischen Staatsangehörigen in der Siedlung Halamish im besetzten Westjordanland und zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen in Ost-Jerusalem und Orten des Westjordanlands, bei denen drei Palästinenser getötet und Dutzende verletzt wurden heute (22.07.):

Wir verurteilen die heimtückische Ermordung von drei Mitgliedern einer israelischen Familie im besetzten Westjordanland. Auch die gewaltsamen Auseinandersetzungen, die drei Menschenleben und so viele Verletzte gefordert haben und die Ost-Jerusalem und andere Orte des Westjordanlands erschütterten, verurteilen wir.    
Gewalt gegen Menschen ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir trauern mit den Familien der Opfer und sind in Gedanken bei den Angehörigen.        
Wir rufen alle Seiten auf, ihren Beitrag zu leisten, die Situation zu de-eskalieren, und nicht denjenigen das Wort zu überlassen, die zur Gewalt aufrufen oder diese in Kauf nehmen.        
Es ist dringend nötig, Gesprächskanäle nicht abreißen zu lassen und den Parteien Raum zu geben, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, die - unter Wahrung des Status Quo am Tempelberg/Haram al-Sharif - den Sicherheitsbedürfnissen aller Seiten und der Bedeutung der heiligen Stätten für die drei monotheistischen Religionen Rechnung trägt.

© Auswärtiges Amt