Richter von Renesse erhält den „Preis der Menschlichkeit“

21. Oktober 2017

Dritter v.re: Jan-Robert von Renesse, Richter am Sozialgericht Essen; Dritter v.li.: Volker Beck, ehemaliger Bundestagsabgeordneter; Vierte v.li.: Eva Haller, Präsidentin der Europäischen Janusz Korczak Akademie und andere Gäste Bild vergrößern (© Michel Graber)

Am Montag, 20.1.2017, wurde Richter Jan Robert von Renesse in Berlin mit dem „Preis der Menschlichkeit“ der Europäischen Janusz Korczak Akademie ausgezeichnet. Der 51-jährige Jurist erhielt den Preis für seinen Einsatz um Ghettorenten für Holocaust-Überlebende.

Mit dem Preis, der zum ersten Mal verliehen wurde, werden Personen geehrt, die sich besonders für Menschenrechte und die Bekämpfung von Hass und Gewalt einsetzen.

Der langjährige Bundestagsabgeordnete der Grünen und Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag Volker Beck würdigte in seiner Laudatio die besondere Zivilcourage, die Richter Renesse bei seiner Arbeit ausgezeichnet habe. Mit seinem unermüdlichen Engagement habe er vielen Ghetto-Insassen dazu verholfen, ihr Recht auf die im Jahr 2002 im Bundestag beschlossenen Renten geltend zu machen.

Die Präsidentin der Akademie Eva Haller würdigte den Einsatz Renesses für die Belange von Menschen, „die als Kinder und Jugendliche in den Ghettos arbeiten mussten“. Dabei erinnerte sie an den Namensgeber der Akademie, den polnischen Kinderarzt Janusz Korczak, der die Kinder seines jüdischen Waisenhauses in das Vernichtungslager Treblinka begleitete und dort starb.

Die im Jahr 2009 in München gegründete Europäische Janusz Korczak Akademie ist eine jüdische Bildungseinrichtung. Sie hat Sitze in Berlin, München und Duisburg.

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