Norbert Lammert erhielt den Leo-Baeck-Preis

02. Februar 2018

Verleihung des Leo-Baeck-Preises, v. l.: Zentralrats-Vizepräsident Mark Dainow, Prof. Lammert, Dr. Schuster, Zentralratsvizepräsident Abraham Lehrer. Bild vergrößern (© Zentralrat der Juden in Deutschland/Gregor Zielke)

Der ehemalige Bundestagspräsident, Dr. Norbert Lammert, wurde gestern (01.02.) in Berlin mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrte Lammert damit für seinen unermüdlichen Einsatz gegen Antisemitismus und für Demokratie.

Dr. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats, würdigte bei der feierlichen Verleihung die eindrücklichen Worte Lammerts zum Holocaust-Gedenken und sein entschlossenes Eintreten für die deutsch-israelische Freundschaft. Lammert vertrete „einen festen eigenen Standpunkt, bei gleichzeitiger Offenheit für andere Haltungen, sowie einen hohen Respekt vor anderen Religionen“, so Schuster. Lammert gehöre zu jenen Politikern, „die glaubwürdig und aus tiefer demokratischer Überzeugung die Verbrechen der NS-Zeit beim Namen nennen und Verantwortung für ihr heutiges politisches Handeln daraus ableiten“. Der bisherige Bundestagspräsident habe sich nie gescheut, „auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen, vor allem wenn es um Hass gegen Juden in unserem Land geht. Seiner Solidarität konnte und kann sich die jüdische Gemeinschaft in Deutschland immer gewiss sein“, so Schuster.

Dr. Norbert Lammert war 12 Jahre lang Präsident des Bundestags. Seit Anfang des Jahres fungiert er als Chef der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Der Leo-Baeck-Preis erinnert an den Rabbiner Leo Baeck (1873-1956), einen bedeutenden Vertreter des liberalen Judentums seiner Zeit. Seit 1957 ehrt der Zentralrat der Juden in Deutschland Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben.

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